Die Farbe Gelb


Jede Ausgabe der neuen Prisma ordnen wir einer Farbe aus dem Lichtspektrum zu. Erfahren Sie mehr über das Farbkonzept und die aktuelle Fokus-Farbe Gelb.

Jede Ausgabe unseres Mitarbeitermagazins hat ein Fokusthema. Es beschäftigt sich intensiv mit Themen, die für OSRAM-Mitarbeiter relevant sind. Dabei betrachten wir es – wie durch ein Prisma – aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln und in all seinen Facetten. Um das Fokusthema auch optisch kenntlich zu machen, bekommt es in jeder Ausgabe seine eigene Farbe aus dem Lichtspektrum. Diesmal: Die Farbe Gelb.

Digitaler Vertrieb: Fokusfarbe Gelb

Gelb ist die hellste der Grundfarben und besitzt eine große Strahlkraft und Fernwirkung. Gelb sieht man schon von weitem. Seit jeher nutzen Menschen die Farbe deshalb für Symbole, die auffallen sollen. Gleichzeitig ist Gelb eine Farbe mit großem Spektrum: Es reicht vom hellen Zitronengelb bis zum satten Goldgelb. Mit diesen Eigenschaften eignet sich Gelb hervorragend als Fokusfarbe für unsere aktuelle Prisma-Ausgabe zum Thema Digitaler Vertrieb: Die Zahl der Informationsquellen für potenzielle Kunden sind enorm gestiegen, die Ansprüche der Kunden ebenso. Erfolgreich ist nur, wer individuelle und bestmögliche Kundenerlebnisse schafft. Gelb steht schließlich auch für das Sonnenlicht – und somit für Helligkeit und Wärme, gleichzeitig aber auch für Wachheit und Klarheit. Es kann uns den Weg in eine erfolgreiche Zukunft weisen und uns Zuversicht und Energie für alle Herausforderungen geben.

Farbige Kartons, Zeichentrickstars und giftige Frösche – interessante Fakten zur Farbe Gelb:

  • Bei der Tour de France strebt jeder Radprofi nach Gelb. Denn nur der Spitzenreiter darf im gelben Trikot fahren. Henri Desgrange, der erste Tour-Direktor, führte es ein, um den Etappensieger optisch hervorzuheben und das Rennen noch attraktiver zu machen. Seine Wahl fiel angeblich auf die Farbe Gelb, weil die Sportzeitung „L’Auto“, die das berühmte Radrennen ins Leben rief und die Desgrange als Chefredakteur leitete, auf gelbem Papier erschien.

  • War gelbes Papier womöglich auch verantwortlich für die Namensgebung der Yellow Press? Die Boulevardzeitungen mit ihren Sensationsmeldungen sollen in ihrer Anfangszeit auf billigem Papier gedruckt worden sein, das gelblich schimmerte. Mehrheitlich vertreten wird jedoch die Theorie, dass der Begriff Yellow Press auf den ersten modernen Comic zurückgeht, der 1895 unter dem Namen „Yellow Kid“ in der „New York World“ erschien. Mit seinen Sprechblasen, der einfachen Sprache und der gelben Farbe war der Cartoon für die damaligen Verhältnisse eine echte Sensation.

  • SpongeBob, die Minions, Winnie Pooh oder die Simpsons –Gelb ist auch eine beliebte Farbe für Zeichentrickfiguren. Die Erklärung: Das Fernsehen nutzt den RGB-Farbraum. Gelb und Blau sind dort Komplementärfarben, sie ergänzen sich und bilden einen starken Kontrast. Da viele Szenen der genannten Serien unter freiem Himmel spielen (bzw. bei SpongeBob im Meer), ist Gelb die ideale Hautfarbe.

  • Auch in Manhattans Straßen ist Gelb die beherrschende Farbe: etwa 13.000 „Yellow Cabs“ sind dort unterwegs und dank ihrer Signalfarbe schon von weitem erkennbar. Die gelbe Lackierung geht übrigens auf den Mietwagenunternehmer John D. Hertz zurück, der 1915 die „Yellow Cab Company“ in Chicago gründete. Später ging er mit seinen Taxis auch nach New York. 1967 verordnete die Stadtverwaltung dann den verbindlichen gelben Look der New Yorker Taxis.

  • Im Mittelalter war Gelb eher unbeliebt: Bei Ausbruch der Pest hissten die Städte eine gelbe Fahne. Gelb war außerdem die Schandfarbe für soziale Randgruppen. Diese negative Bedeutung hat sich im europäischen Kulturkreis teilweise gehalten, noch heute verbindet man Gelb auch mit Neid, Täuschung und Missgunst. So wird man der deutschen Redensart zufolge etwa „gelb vor Neid “. Den Engländern hingegen dient ein „gelber Bauch“ als bildliche Umschreibung für einen Feigling.

  • Im Fußball ist die gelbe Karte eine (Ver-)warnung, sich an die Regeln zu halten. Seit wann eigentlich? Erfinder der Symbolik waren der deutsche Schiedsrichter Rudolf Kreitlein und sein englischer Assistent Ken Aston nach einer außerordentlich ruppigen Partie der Weltmeisterschaft 1966. Im Viertelfinalspiel England gegen Argentinien verwies Kreitlein den argentinischen Kapitän des Platzes. Dieser weigerte sich und so mussten ihn schließlich Polizisten vom Rasen schaffen. Auf dem Rückweg vom Stadion kam den beiden die Idee, die Signalfarben der Ampel für ein weltweit verständliches Symbol zu nutzen. Ihre Premiere hatte die gelbe Karte übrigens im Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft 1970 in der Partie UdSSR gegen Mexiko.

  • Im Tierreich ist Gelb eine Warnfarbe: Bienen und Wespen signalisieren mit ihrer gelb-schwarzen Färbung ihren Feinden, dass sie sich wehren können. Der giftigste Frosch der Welt, der sogenannte Pfeilgiftfrosch, ist knallgelb. Schon eine geringe Menge seines Gifts kann für Menschen tödlich sein.