Ehrensache


OSRAM setzt in der amerikanischen Hauptstadt Washington die National Mall mit ihren berühmten Gedenkstätten in modernes energieeffizientes Licht. Und Projektleiter Casey Holloman sorgt vor Ort dafür, dass alles läuft. Ein Job, der Nerven kostet – und ihn stolz macht.

„So eine Aufgabe bekommt man nur einmal im Leben“, sagt Casey Holloman. „Das ist eine Ehre.“ Es ist sechs Uhr morgens, wenn er – bei jedem Wind und Wetter – in Washington, D.C. seine Inspektion beginnt. Sie führt ihn durch die gesamte Hauptstadtregion einschließlich der National Mall zu einigen der bedeutendsten Gedenkstätten der USA. Hier prüft er, ob in den Tagen und Wochen zuvor montierte Lichtinstallationen auch richtig funktionieren – Strahler, Fluter und viele Tausend LED.

 

Es ist ein umfangreiches Projekt mit großem Prestige, das Siemens und OSRAM gemeinsam betreuen: Im Auftrag des amerikanischen National Park Service rüsten sie die Denkmäler und Gedenkstätten sowie umgebende Wege und Parkanlagen in 13 Nationalparks im Großraum Washington unter anderem mit moderner, energieeffizienter Licht- und Wassertechnik aus. Die Vorbereitungen hatten bereits vor vielen Monaten begonnen, inzwischen ist das Projekt in der Phase 2 – bis zum Spätsommer soll die neue Beleuchtung der Denkmäler abgeschlossen sein.

„So eine Aufgabe bekommt man nur einmal im Leben.“ Casey Holloman,
Projektleiter

Als Projektleiter ist Casey Holloman im vierköpfigen Projektteam von OSRAM der Mann vor Ort. Inzwischen sind auch seine Mitarbeiter eingetroffen. Drei Teams zu je zwei Mann sind an diesem Morgen im Einsatz. „Wir müssen mit größter Sorgfalt arbeiten“, sagt Casey. Nicht nur wegen der nationalen Bedeutung der Gedenkstätten, sondern weil jedes Denkmal eine eigenständige Lichtlösung erfordert, angepasst an die Gestaltung und historische Bedeutung der Anlage. „So beeinflusst etwa die Farbe der Steine die Lichtstimmung. Wir müssen darauf reagieren, indem wir eine höhere oder geringere Farbtemperatur wählen.“


Obwohl die Lichtinstallationen penibel geplant wurden, sind in der Praxis oft Anpassungen nötig. „Beim Jefferson Memorial etwa war das Licht der LED anfangs zu gelb, das haben wir geändert. Wenn der Kunde etwas wünscht: Wir sind flexibel“, sagt Casey mit einem Schmunzeln. Seine Teams arbeiten auch diskret – um die vielen Memorial-Besucher nicht zu stören. Und sie sind vorsichtig – um die Bausubstanz nicht zu beschädigen und sich nicht zu verletzen: Im Jefferson Memorial etwa arbeiten die Männer auf Gerüsten in über 30 Meter Höhe.

 

Bei seiner Rückkehr im Bauwagen warten bereits E-Mails und Organisationsaufgaben auf Casey. Die National Mall und die Gedenkstätten werden durch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen geschützt. Wenn die Arbeiter bestimmte Bereiche betreten wollen, benötigen sie zuvor eine Genehmigung. Werkzeug und Material müssen durch den Scanner und werden von Polizeihunden beschnüffelt, bevor sie auf das Parkgelände dürfen.

 

Zeit für eine abschließende Inspektionsrunde. Die Arbeiten gehen gut voran. „Langweilig wird es uns nie“, sagt Casey. „Die nervliche Anspannung, ob auch alles funktioniert, ist hoch.“ Daran wird sich wohl auch bis zuletzt nichts ändern. Casey freut sich schon auf den Tag, „wenn der Kunde sein endgültiges Okay gibt und zufrieden ist, weil die Lichtinstallationen super funktionieren.“ Doch er weiß auch, dass er dann ein wenig traurig sein wird, denn: „So einen Job bekommst du nur einmal im Leben.“

LEUCHTENDES SPARPROGRAMM


Im Auftrag des US-amerikanischen National Park Service bringen Siemens und OSRAM die National Mall in Washington, D.C. und viele ihrer Denkmäler und Gedenkstätten in puncto Licht- und Wassermanagement sowie weiteren Energieeffizienz- Maßnahmen auf den neuesten Stand. Elf Gedenkstätten erhalten eine moderne energieeffiziente Innen- und Außenbeleuchtung, darunter das Washington Monument, die Memorials für die ehemaligen Präsidenten Jefferson, Lincoln und Roosevelt und für den Bürgerrechtler Martin Luther King Jr., sowie die Gedenkstätten für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs und der Kriege in Vietnam und Korea. Im Spätsommer 2017 beendet, wird das Projekt den amerikanischen Steuerzahlern jährlich über zwei Millionen Dollar Unterhalts- und Energiekosten sparen.