Die Lumen-Revolution


Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx über die Chancen
und Risiken der Digitalisierung von Licht.

Matthias Horx (62), Trend- und Zukunftsforscher, Gründer des Zukunftsinstituts mit Sitz in Frankfurt und Wien

Wären die Aliens vor fünfzig Jahren mit ihren Raumschiffen aus dem Hyperraum gekommen und hätten ihre Fernrohre auf die Erde gerichtet – die menschliche Zivilisation wäre ihnen verborgen geblieben. In den Wellenlängen des normalen Lichts hätte sich kaum ein Zeichen unserer Existenz geboten.

 

Heute ist das anders. Die Welt wird immer heller. Überqueren Astronauten der internationalen Raumstation ISS die bewohnten Kontinente, erstreckt sich unter ihnen ein regelrechter Leuchtteppich aus vielen Hunderten Kilometern. Die Ballungsgebiete verdichten sich, die Elektrifizierung erreicht die Schwellenländer, die Weltbevölkerung wächst. Mehr Menschen – mehr Licht.

 

Die Digitalisierung unterzieht das Licht zudem einer gigantischen technologischen Revolution. Sie macht es adaptiv, verwandelt es in digitale Elektronik. Dadurch zählt Licht zu den größten Geschäftsfeldern der Gegenwart.

 

Doch die Digitalisierung des Lichts birgt auch Risiken. Allzu leicht lässt man sich von der allgegenwärtigen Helligkeit blenden und vergisst, dass ein erfülltes Leben auch Momente der Dunkelheit braucht. Achtsamkeit zählt zu den wichtigen Anforderungen der digitalen Zukunft. In ihr sollte auch das Licht vor allem dem Wohl des Menschen dienen.

 

Ihr
Matthias Horx